Ein Garten in der Stadt


Vor 30 Jahren entschlossen wir uns,  wegen Familienzuwachses noch einmal umzuziehen. Einige Eckdaten standen fest: fußläufig zur Innenstadt, nahe einer Haltestelle der Straßenbahn nach Köln und mit einer Gartenfläche, auf der wir als Biologen unsere Vorstellungen von einem naturnahen Garten verwirklichen konnten. Als wir im Frechener Oberdorf fündig wurden, teilte nicht jeder unsere Freude; galt dieser Stadtteil damals doch als nicht besonders fein. Wir haben es nie bereut, dorthin gezogen zu sein, und unser Garten entspricht bis heute unseren Erwartungen.

Insekten und Vögel lieben ihn und zu jeder Jahreszeit blüht es. Da nehmen wir in Kauf, dass jedes Jahr der Winterschneeball seine vollständige Blütenpracht nur von November bis Januar bewahrt, da ein Spatzengeschwader nach und nach alle Blütenstände zerlegt. Da die putzigen Vögel sich in Scharen in der Hecke aus Schlehen und Winterjasmin aufhalten, können. wir ihr Tun vom Küchenfenster aus gut beobachten, eine willkommene Unterhaltung im Wintereinerlei. Blühendes gibt es zu jeder Jahreszeit und wir beherbergen nicht nur Spatzen und  – im Sommer – Mauersegler, sondern sogar ein Bienenvolk. Im Garten nisten zahlreiche andere Singvögel. 
Was die Bewertung des Stadtteils angeht: Inzwischen gibt es im Oberdorf Neubaugebiete und ebenso direkt im Anschluss daran in Benzelrath und im neuen Stadtteil Grube Carl. Nach uns haben mehrere Tausend Menschen die stadtnahe Wohnqualität entdeckt.